Bewegungsstörungen und Tiefe Hirnstimulation im Kindes- und Jugendalter

Die Tiefe Hirnstimulation (THS) hat sich als sicheres und effektives Therapieverfahren bei Patienten mit angeborener, monogenetischer pharmakorefraktärer Dystonie etabliert. Die Effekte bei Patienten mit erworbener Dystonie wie z.B. im Rahmen einer dyskinetischen Zerebralparese sind deutlich variabler. Die Gründe für das unterschiedliche Ansprechen sind noch nicht hinreichend geklärt. Daten zur THS im Kindesalter sind bisher sehr begrenzt. Daher untersuchen wir in der Arbeitsgruppe „Bewegungsstörungen bei Kindern und Jugendlichen“ systematisch die Kurz- und Langzeiteffekte der THS-Implantation im jungen Alter auf verschiedene Bereiche wie Motorik, Lebensqualität, Sprache, Funktionalität im Alltag und Schmerzempfindung. Ziel der Forschung ist es die Effekte der THS im Kindesalter vollständig zu erfassen, Einflussfaktoren für das Therapieansprechen zu identifizieren und somit die Auswahl geeigneter Patienten zu optimieren.

Das Team

Milena Weinsheimer

Nina Bockhorn

Laufende Studien

  1. STIM-CP
    Effekt der Tiefen Hirnstimulation auf die Lebensqualität von jungen Patienten mit dyskinetischer Zerebralparese (NCT02097693; DRKS00005797)
  2. GEPESTIM
    Tiefe Hirnstimulation bis zum 18. Lebensjahr bei Patienten mit im Kindesalter begonnener dyskinetischer Bewegungsstörung: Eine Registerstudie zur Qualitätssicherung (DRKS00006778)

Weiterführende Informationen zu den genannten Studien finden Sie im Studienregister

Publikationen

  1. Management of movement disorders in children - Authors' reply. Koy A, Lin JP, Sanger TD, Marks WA, Mink JW, Timmermann L. Lancet Neurol. 2016 Dec;15(13):1302-1303. doi: 10.1016/S1474-4422(16)30284-8.
  2. German registry of paediatric deep brain stimulation in patients with childhood-onset dystonia (GEPESTIM). Koy A, Weinsheimer M, Pauls KA, Kühn AA, Krause P, Huebl J, Schneider GH, Deuschl G, Erasmi R, Falk D, Krauss JK, Lütjens G, Schnitzler A, Wojtecki L, Vesper J, Korinthenberg R, Coenen VA, Visser-Vandewalle V, Hellmich M, Timmermann L; GEPESTIM Consortium. Eur J Paediatr Neurol 2016 Jun 25. pii: S1090-3798(16)30087-3. doi: 10.1016/j.ejpn.2016.05.023.
  3. Advances in management of movement disorders in children. Koy A, Lin JP, Sanger TD, Marks WA, Mink JW, Timmermann L. Lancet Neurol 2016 Jun;15(7):719-35. doi: 10.1016/S1474-4422(16)00132-0. Epub 2016 May 9.
  4. Deep brain stimulation in cerebral palsy: Challenges and opportunities. Koy A, Timmermann L. Eur J Paediatr Neurol 2016 May 27. pii: S1090-3798(16)30069-1. doi: 10.1016/j.ejpn.2016.05.015.
  5. Young adults with dyskinetic cerebral palsy improve subjectively on pallidal stimulation, but not in formal dystonia, gait, speech and swallowing testing. Koy A, Pauls KAM, Flossdorf P, Becker J, Schönau E, Maarouf M, Liebig T, Fricke O, Fink GR, Timmermann L. Eur Neurol 2014 Oct 14; 72(5-6): 340-348
  6. Tiefe Hirnstimulation bei sekundären Dystonien im Kindesalter. Koy A, Timmermann L, Pauls KAM. Klin Neurophysiol 2014; 45: 100–105
  7. Effects of deep brain stimulation in dyskinetic cerebral palsy: a meta-analysis. Koy A, Hellmich M, Pauls KA, Marks W, Lin JP, Fricke O, Timmermann L. Mov Disord 2013 May; 28(5): 647-54
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