Epilepsie

Anfälle sind häufig. Gut ein Prozent aller Kinder erleiden im Laufe ihrer Entwicklung einen Anfall mit plötzlicher Störung der Bewegung, Wahrnehmung, Sprache oder des Bewusstseins. Von Epilepsie spricht man erst, wenn Anfälle wiederholt auftreten.

Die Ableitung eines EEG (Elektroenzephalografie) hilft bei der Erstdiagnose und Kontrolle des Therapieerfolges. Zur Suche nach Ursachen sind oft weitere Untersuchungen sinnvoll (Blut, Urin, Kernspintomographie).

Der ganze Aufwand lohnt sich: Bei 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen lassen sich die Anfälle allein durch eine Therapie mit Medikamenten gut kontrollieren. Im Erfolgsfall sind halb- bis jährliche Kontrollen ausreichend. Bei mangelndem Erfolg oder bei unerwünschten Medikamentenwirkungen kann durch Spiegel-Kontrolle die Therapie weiter optimiert werden. Einem Teil der Kinder kann durch Epilepsiechirurgie in spezialisierten Zentren geholfen werden.

Die Ursachen für epileptische Anfälle sind vielfältig. Beispielsweise können Anfälle im Neugeborenen- und Säuglingsalter durch äußere Faktoren – wie z.B. Schädigungen um die Geburt herum (Sauerstoffmangel, Frühgeburt, Hirnblutungen und andere) – aber auch genetische Faktoren verursacht werden.

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