
Dr. Eva Heine und Dr. Zülfü Cosgun aus der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Uniklinik Köln sind bei der diesjährigen Tagung der Gesellschaft für Neonatologie und Pädiatrische Intensivmedizin (GNPI) in Mannheim mit dem Posterpreis ausgezeichnet worden.
Dr. Heine erhielt der Preis für ihr Poster mit dem Titel „Schwangerschaftsprolongation nach vorzeitigem Blasensprung vor der 34. SSW: Einfluss auf maternale, neonatale und mikrobiologische Ergebnisse“. Das Poster entstand in einer Forschergruppe aus der Neonatologie und pädiatrischen Infektiologie. Die Arbeitsgruppe konnte zeigen, dass eine Verlängerung der Schwangerschaft nach einem frühen Blasensprung die Durchführung der Lungenreifebehandlung verbessert, ohne die kurzfristigen Behandlungsergebnisse der Neugeborenen zu verschlechtern. Gleichzeitig unterstreichen die Ergebnisse die Bedeutung eines gezielten Antibiotikaeinsatzes, um das Risiko antibiotikaresistenter Keime zu minimieren.
Dr. Cosgun, gefördert vom Cologne Clinician Scientist Programm (CCSP), ist für sein Poster mit dem Titel „Der früh postnatale Urin von VLBW-Frühgeborenen verbessert die Homöostase von Alveolarepithelzellen in einem ex vivo Hyperoxie-basierten experimentellen BPD-Modell“ geehrt worden. Als Clinician Scientist arbeitet er in der Kinderklinik an der Schnittstelle der Nephrologie, Neonatologie und Translationalen Experimentellen Pädiatrie. In einem innovativen Pilotprojekt konnte er zeigen, dass sich Bestandteile des Urins von Frühgeborenen, der sehr ähnlich zum Fruchtwasser vor der Geburt ist, im Zellkulturmodell protektiv auf das Lungenepithel auswirken können.
Auch auf dem Kongress für Infektionskrankheiten und Tropenmedizin (KIT) in Köln ist ein Wissenschaftler der Kinderklinik mit einem Posterpreis ausgezeichnet worden. Dr. Marius Schmidt erhielt die Auszeichnung für seine Arbeit „Pediatric blood stream infection with Staphylococcus aureus: a retrospective two-center study over a 10-year period“.